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HUNGERSTREIK AKTUELL



(15.11.2010) Der Hungerstreik ist beendet:

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Am Montag Gespräch mit Vertretern des hessischen Justizministeriums

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Erklärung der hungerstreikenden Sicherungsverwahrten der JVA (Justizvollzugsanstalt) Schwalmstadt vom 10.11.2010:

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(09.11.2010)

1. Kurzer Anruf von Lutz:
Es gibt nichts neues. Alle 17 Sicherungsverwahrten sind noch im Hungerstreik. Den Umständen entsprechend geht es wohl allen soweit gut. Telefonkonto ist doch noch nicht ganz leer.

2. Brief von Lutz, vom 05.11. ist angekommen

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07.11.2010: Wir haben einen Brief von Lutz bekommen, ihn aber erst gestern abend lesen und abtippen können

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05.11.2010: Lutz spricht die aktuelle Erklärung der Sicherungsverwahrten auf den Anrufbeantworter. Das Telefonat bricht aprupt ab: wahrscheinlich ist nun das Telefonkonto von Lutz endgültig leer. Wir hoffen dass in Zukunft über andere Sicherungsverwahrten schnell Nachrichten zu uns durchkommen.

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04.10.2010: am Abend, telefonische Nachricht von Lutz

Das Telefonat war erst normal, dann auf einmal stark gestört, so dass ich Lutz nicht mehr verstehen konnte. Hab aufgelegt und gewartet bis Lutz nochmal angerufen hat. Ab dem zweiten Gespräch war dann ein deutliches Echo in der Leitung.


Hier der Innhalt:

Es gab in der Hungerstreikgruppe am 4.11.2010 folgenden Beschluß:
kein Ende des Hungerstreiks. Ab Freitag den 05.11.2010 gehen 17 Sicherungsverwahrten in einen unbefristeten Hungerstreik.

Minimalforderung der Sicherungsverwahrten: ein Gespräch mit dem JUMI (Justizministerium). Je nachdem was bei dem Gespräch rauskommt werden sie weitersehen. Zum Gespräch haben die SV'ler eine Mediatorin eingeladen.

Die Justizvollzugsanstalt ignoriert den Hungerstreik total und macht ihn mehr oder weniger sogar lächerlich, indem gesagt wird: die Gefangenen haben ja Brot, Marmelade etc. auf den Zellen und Zugang zur Gemeinschaftsküche; sie würden nur das Anstaltsessen verweigern.

In der Presse, wird teilweise auch behauptet die Sicherungsverwahrten könnten frei telefonieren, was so nicht stimmt: sie haben nur einen bestimmten Betrag zum Telefonieren pro Monat zur Verfügung (unseres Wissens sind das 30 Euro) und das Telefonieren ist teurer als in einer normalen Telefonzelle. Zusätzlich müssen die Telefonnummern die angerufen werden, vorher der Justizvollzugsanstalt mitgeteilt oder sie müssen sogar genehmigt werden. Freies Telefonieren sieht doch ein wenig anders aus.

Wir erwarten die Forderungen der Sicherungsverwahrten, in Kürze, in schriftlicher Form und werden sie dann hier veröffentlichen.

01.11.2010  15:00:
vor wenigen Minuten hat uns ein Anruf von Lutz Balding aus Schwalmstadt
erreicht.

Es befinden sich derzeit 21 Sicherungsverwahrte im Hungerstreik und weitere 4-5 aus gesundheitlichen Gründen nur bedingt. Die Forderung der Gefangenen lautet, dass sie ein Gespräch mit dem Justizmininisterium haben wollen, um abzuklären welche Örtlichkeit für die Sicherungsverwahrten in Zukunft geplant ist und in welchem Zeitraum dieses umgesetzt wird.

Es gibt einen Forderungskatalog der Gefangenen, den wir hoffentlich bald hier veröffentlichen können.

Die Anstaltsleitung ignoriert den Hungerstreik völlig. Aus diesem Grund treffen die Gefangenen morgen die Entscheidung ob sie - und wenn ja wie viele - in einen unbefristeten Hungerstreik treten.

Lutz Balding hatte uns bisher nicht angerufen, weil da eine wahnsinns Gruppendynamik auf der Sicherungsverwahrten-Station herrsche, es ständig neue Entwicklungen und Forderungen gibt. Die Sicherungsverwahrten haben mit irgendwelchen Aktionen überhaupt keinerlei Erfahrung. Außerdem hat Herr Balding kaum noch Geld auf seinem Telefonkonto und ein anderer Gefangener kann uns nicht anrufen, da er keine Genehmigung hat mit uns zu telefonieren.

Außerdem war gestern ein Staatsanwalt aus Marburg ( ein Herr Sippel, keine Garantie für richtige Schreibweise des Namens) in der JVA (Justizvollzugsanstalt), vorgeblich wegen eines größeren Drogenfundes. Er war aber - laut  Herrn Balding - in der JVA, um abzuchecken, ob eine Meuterei stattfindet. Dieser Verdacht konnte entkräftet werden.


Hier eine der Meldung der HNA:
Schwalmstadt. 20 Gewaltverbrecher, die in der Ziegenhainer Justizvollzugsanstalt als Sicherungsverwahrte einsitzen, wollen ab dem heutigen Montag in einen befristeten Hungerstreik treten. Per Mail haben sie über Dritte der HNA eine Erklärung zukommen lassen................weiterlesen